See you in hell, my darling –Θα σε Δω στην Κόλαση Αγάπη μου-Retrospektive Nikos Nikolaidis

Datum: Freitag den, 20. bis Sonntag, 22. Juli 2018
Ort: Filmforum Höchst, Emmerich-Josef-Straße 46A, 65929 Frankfurt

Das Kultur Forum Frankfurt e.V. freut sich, mit dem Filmkollektiv Frankfurt e.V. anlässlich der ersten vollständigen Werkschau des griechischen Regisseurs Nikos Nikolaidis in Deutschland kooperieren zu können. Die Veranstaltung findet im Filmforum Höchst statt 

Aus diesem Anlass laden wir Euch am Freitag, 20. Juli, um 20 Uhr auch zu einem Empfang ein und zeigen als Eröffnungsfilm Ο χαμένος τα παίρνει όλα (The Loser Takes It All) (2002), mit Giannis Aggelakas in der Hauptrolle.
Wir freuen uns auch sehr auf den Besuch der Schauspielerin Michele Valley, einer langjährigen Wegbegleiterin des Regisseurs und enge Vertraute der Nikolaidis-Familie.

Nikolaidis (1939-2007) ist einer der profiliertesten und selbstbewusstesten Filmemacher der jüngeren griechischen Filmgeschichte, der als wichtige Inspiration der griechischen neuen Welle betrachtet werden kann. Angeregt von literarischen Stoffen und Stilelementen des US-Genrekinos erarbeitete der Regisseur und Autor über rund 40 Jahre hinweg in unkonventionellen Arbeitsmethoden, die das Kino zum Lebensentwurf erweiterten, und trotz schwieriger Produktionsumstände ein auffällig geschlossenes, widerständiges filmisches Werk.
Frühe Erfolge sind verbunden mit Filmen über Außenseiter nach dem Krieg: The Wretches Are Still Singing (Ta kourelia tragoudane akoma, 1979) sowie Sweet Bunch (Glykia symmoria, 1983). Gemeinsam mit dem später entstandenen The Loser Takes It All (O hamenos ta perni ola, 2002) bilden die Filme eine lose Trilogie zur Auflehnung gegen staatliche Repression, von Nikolaidis selbst auch als „Cholera-Trilogie“ bezeichnet.
Eine zweite Trilogie ist vom Science Fiction Kino geprägt. In seinem Debütfilm Euridice BA 2037 (Evridiki BA 2037, 1975), dann in Morning Patrol (Proini pripolos, 1987) und ganz zuletzt in The Zero Years (2005) arbeitete Nikolaidis Klaustrophobie und Fatalismus im Kontext der griechischen Militärdiktatur von 1967-1974 auf.
Noch in den Neunzigern ist Nikolaidis außerhalb Griechenlands wenig bekannt. Erst sein Skandalfilm Singapore Sling (1990), inspiriert von Otto Premingers Noir-Klassiker Laura (1944), verschafft ihm unter Cinephilen internationalen Kultstatus. Dennoch bleibt die Wahrnehmung des Filmemachers bis heute unvollständig.

Das Filmkollektiv Frankfurt e.V. ermöglichst erstmals außerhalb Griechenlands die Entdeckung aller acht Spielfilme des Regisseurs in der griechischen Originalversion in 35mm-Filmkopien, zumeist als Deutschlandpremieren. Daneben gibt es zwei Seltenheiten aus Nikolaidis’ Filmographie als internationale Premiere zu entdecken.

Die ausführlichen Texte zu den einzelnen Filmen sowie weitere Infos findet Ihr auf:
http://www.filmkollektiv-frankfurt.de/veranstaltungen/retrospektive-nikos-nikolaidis

Zur Einstimmung auf die Filme empfehlen wir auch den Besuch der von der Nikolaidis-Familie betriebenen Internetseite, auf der man zahlreiche Informationen über seine Filme findet: http://nikosnikolaidis.com

Dennis Vetter, Filmkritiker und Programmgestalter der Retrospektive

PROGRAMM

Freitag, 20. Juli
18:00 Uhr LAURA (1944)
20:00 Uhr Eröffnungsempfang + Grußworte von Vertretter des Generalkonsulats der Hellenischen Republik in Frankfurt, sowie des Kultur Forum Frankfurt
anschließend:
THE LOSER TAKES IT ALL (2002)
23:00 Uhr SEE YOU IN HELL, MY DARLING (1999)

Samstag, 21. Juli
15:00 Uhr THE WRETCHES ARE STILL SINGING (1979)
19:00 Uhr SWEET BUNCH (1983)
22:15 SINGAPORE SLING (1990)

Sonntag, 22. Juli
15:00 Uhr EURIDICE BA 2037 (1975)
17:00 Uhr MORNING PATROL (1987) 
20:00 Uhr THE ZERO YEARS (2005) 

Einzelkarte: 6 EUR
Dauerkarte: 45 EUR / 35 EUR (ermäß.)

Herzlichen Dank an das Filmkollektiv Frankfurt e.V