Manos Hadjidakis (1925-1994)
Manos Hadjidakis ist einer der bekanntesten Komponisten und hat gemeinsam mit Mikis Theodorakis die griechische Musik nach dem Zweiten Weltkrieg geprägt. Hadjidakis war derjenige, der den lange verpönten Musikstil des Rembetiko sowie das Instrument Bouzouki in der griechischen Musikkultur eingeführt hat.
Erstmals bekannt wurde Hadjidakis 1946 mit der Melodie „Hartino to Fengaraki" („Papiermond") aus Tennessee Williams „Endstation Sehnsucht". 1947 komponierte er sein erstes Klavierstück „Gia Mia Mikri Lefki Ahivada" („Für eine kleine weiße Muschel"). Αb Mitte der 50er Jahre wandte sich Hadjidakis auch anderen Genres zu: Er komponierte „Pop"-Songs und Filmmusik neben ernsthafteren Werken wie „Ο κύκλος του C.N.S." (1954).
Ein Höhepunkt seiner Karriere war sicher das Jahr 1961. Für das weltbekannte Lied „Sonntags nie" aus dem gleichnamigen Film mit Melina Merkouri erhielt Hadjidakis einen Academy Award in der Kategorie „Bestes Lied". Von 1966 bis 1972 lebte er in New York und komponierte u.a. seine berühmte und von Quincy Jones produziert Orchestersuite „To chamojelo tis Giocondas" („Das Lächeln der Gioconda") sowie den Liedzyklus „Megalos erotikos".
1974, nach dem Fall der Militärdiktatur übernahm Hadjidakis die Leitung des Dritten Programms des Griechischen Rundfunks. 1985 gründete er dann seine eigene Plattenfirma „Sirius" und vier Jahre später das „Orchistra ton Chromaton" (Farbenorchester), ein kleines Symphonieorchester. Hadjidakis starb am 15. Juni 1994
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